Jugendforum am 27. November 2015

Die Stadt Überlingen veranstaltet am 27. November 2015 zum dritten Mal ein Jugendforum im Kursaal. Die Jugendbeteiligung wird durch das Organisationsteam, bestehend aus dem Jugendreferat und den insgesamt neun Auszubildenden der Stadtverwaltung Überlingen, realisiert. Ziel des Jugendforums ist es, Jugendlichen eine Plattform bereitzustellen, um auf ihre Meinung und Interessen aufmerksam zu machen und sich gemäß dem Motto: "Du bist gefragt!” einzubringen.
Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Um ein erfolgreiches Jugendforum auf den Weg zu bringen, wurde vor den Herbstferien an allen Überlinger Schulen ab Klasse 8 eine Umfrage zur Freizeitgestaltung, Zufriedenheit und den Lebensräumen von jungen Menschen in Überlingen vorgenommen. Die Franz-Sales-Wocheler-Schule, die Gemeinschaftschule Wiestor, die Realschule und das Gymnasium sind von den Auszubildenden und dem Team des Jugendreferats persönlich besucht worden, um die Umfrage durchzuführen. Auch die anderen Überlinger Schulen haben sich beteiligt und unterstützen das Jugendforum 2015. Den Fragebogen haben Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, Verbände, Schulen und Jugendparteien gemeinsam entwickelt.
Am Freitag, 27. November 2015, ab 13.30 Uhr findet das Jugendforum im Kursaal am See statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Jugendlichen und Heranwachsenden aus Überlingen, den Teilorten und Umgebung. Die Ergebnisse der Umfragen werden präsentiert, Einblicke in Projekte von engagierten jungen Überlingern geboten, eine App veröffentlicht und die durch die Umfrage ermittelten Themen der Jugendlichen vorgestellt. In Form von “Themeninseln” gibt es die Möglichkeit, selber aktiv zu werden, Projektgruppen zu gründen, sich auszutauschen, zu diskutieren, sich an Projekten zu beteiligen oder sich einfach umzuschauen. Auch Interessierte, Unterstützerinnen und Unterstützer sind beim Jugendforum willkommen. Das Team des Jugendreferats der Stadt Überlingen sowie die Auszubildenden der Stadt Überlingen werden das Jugendforum begleiten, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Tag führen und zum Thema Jugendbeteiligung informieren.
Bereits am Morgen startet das Jugendforum mit den Überlinger SMVs (SchülermitvertreterInnen) ab Klasse 8, die fleißig bei unterschiedlichen Workshops im Kursaal am Werk sein werden. Es werden die Themenschwerpunkte aus der Umfrage ergründet und bearbeitet. Die Machbarkeit und Optionen der Themen werden zur Sprache gebracht. Auf die Ergebnisse kann man gespannt sein.
Anschließend an das Jugendforum wird allen Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich weiter zu beteiligen, Angebote oder Projekte mitzugestalten. Bereits im Kursaal erhalten die Themeninseln einen Termin für ein Folgetreffen, E-Mail-Listen hängen aus und eine App bietet alle Informationen gesammelt auf einem Blick. Das Team des Jugendreferats begleitet und unterstützt die Gruppen im weiteren Verlauf. Welche Projekte in Angriff genommen werden, entscheiden schlussendlich die Jugendlichen selbst.
Die App des Jugendforums 2015 nutzt die neuen und kurzen Kommunikationswege. Die App ist neu und speziell für das Jugendforum 2015 in Auftrag gegeben worden. Sie ist kostenfrei und ohne Werbung. Sie kann aktiv genutzt werden als Werkzeug für Jugendliche, die mitmachen möchten, indem die Gruppen miteinander über eine nicht kommerzielle Plattform kommunizieren können. Wenn die App nicht aktiv zur Beteiligung genutzt wird, kann sie als Nachrichtendienst dienen und meldet die wichtigsten Kurzinformationen zu Aktionen oder Ereignissen.
Bei Fragen kann man sich an das Jugendreferat wenden: Tel. 07551 99-1173, E-Mail: j.diabuno@ueberlingen.de.

„Sag uns deine Meinung, erfahre die Ergebnisse der Fragebogenaktion und diskutiere mit.“ So steht es auf dem Flyer, mit dem das Jugendreferat der Stadt für die Jugendbeteiligung wirbt. Alle Überlinger Jugendlichen ab Klasse 8 sind am Freitag dieser Woche, 27. November, ab 13.30 Uhr zum dritten Überlinger Jugendforum in den Kursaal eingeladen.
 
 
 Werbespot im Web und im Kino
 „Du bist gefragt – Deine Beteiligung ist uns wichtig“, sagen Oberbürgermeisterin Sabine Becker sowie Sylvia Grau und Juan Diabuno vom Jugendreferat. Ihre Botschaft verbreitet sich gerade viral im Internet. Damit sie alle erreicht, haben Jugendliche in Zusammenarbeit mit dem Jugendreferat ein Video produziert, mit dem sie das Jugendforum auf Facebook, auf YouTube und seit vergangenem Donnerstag auch eine ganze Woche lang im Kino bewerben.
 
Schüler vorab befragt
Das Jugendreferat hat die Beteiligung 2015 federführend auf die Beine gestellt. Seit immerhin fünf Jahren findet Jugendbeteiligung in der derzeitigen Form statt. Vorab hatte die Stadt dieses Mal mehr als 1.000 Jugendliche befragt. Peter Dollenmaier, Evelyn Miller, Jonas Goldau, Sarah Nyers, Magdalena Gaupp und Alexander Wotschel, alle Auszubildende bei der Stadtverwaltung, besuchten immer zu zweit Überlinger Schulklassen und verteilten die meisten von insgesamt 1.326 Fragebögen persönlich. 1.250 „gültige“, also ernsthaft ausgefüllte Bögen haben sie anschließend wieder mitgenommen – oder von den beruflichen Schulen, die ihre Schüler selbst befragen wollten, zurück bekommen. Die Rücklaufquote war somit besonders hoch. Zusammen mit Dominik Maurer, dem FSJler beim Jugendreferat, Praktikantin Steffi Wehner und den beiden Jugendreferenten Sylvia Grau und Juan Diabuno haben die Azubis die Bögen ausgewertet.
 
Fragen und Interessen
Die Überlinger Jugendlichen, Schüler und Auszubildende ab etwa 13 Jahren gaben bei der Umfrage zum Beispiel Auskunft darüber, wie viel Freizeit sie täglich haben, ob sie ihre Freizeit in Überlingen verbringen, an welchen Plätzen sie es tun und ob in Überlingen genug für die Jugend geboten wird. Die Befragten sollten aufschreiben, was sie an Überlingen gut und was sie nicht gut finden. Außerdem fragte das Jugendreferat, das den Bogen in Absprache mit den Jugendorganisationen politischer Parteien, mit Schulsprechern und Vereinsvertretern erstellt hatte, ab, was es in Überlingen „mehr“ geben sollte. Die Jugendlichen konnten U18-Veranstaltungen genauso ankreuzen wie WLAN auf öffentlichen Plätzen, Proberäume oder Grillplätze. Wieder wollte das Jugendreferat der Stadt wissen, inwieweit die Jugendlichen bereit sind, in ihrer Freizeit etwas aktiv mitzugestalten. Die Jugendlichen sollten sagen, wobei sie sich einbringen möchten. Ankreuzen konnten sie zum Beispiel das Jugendforum, Flüchtlingshilfe, politische Parteien, Landesgartenschau, auch Jugend App, Homepage, Zeitung oder Verkehrsanbindungen.
 
Anfang vor fünf Jahren
Das erste Jugendforum in Überlingen hatten 2010 noch politische Jugendorganisationen mit organisiert, berichtet Juan Diabuno. Damals bewegten die Jugendlichen Themen wie Partys, Jugendräume und sie wollten eine eigene Homepage. Die gibt es immer noch und der Webmaster ist mittlerweile selbst Vater und wohnt auch nicht mehr in der Stadt. „Sie wollten etwas bewegen“, so der Jugendreferent. Etwa 200 Jugendliche machten 2010 mit. Allerdings wollten sich die Jugendlichen lieber projektbezogen und zeitlich befristet engagieren. Interesse an einem Jugendgemeinderat hatten die Jugendlichen eher nicht. Sie zogen die Beteiligungsforum des Jugendforums vor.
 
Zweites Jugendforum 2012
Zum zweiten Jugendforum 2012 kamen dann nur noch 100 junge Überlinger. Juan Diabuno sagte, manches hatten die Jugendlichen erreicht. Die Themen waren 2012 noch dieselben wie 2010. Es gab zum Beispiel Partys. Auch der Grillplatz beim Jugendcafé ist das Ergebnis des ersten Jugendforums, bei dem sich die Teilnehmer auch Plätze für Jugendliche gewünscht hatten. Sie wollten damals Treffpunkte außerhalb von Kneipen. Eine Disco gibt es zwar noch immer nicht, aber in den in den letzten rund zwölf Monaten mit viel Eigenarbeit hergerichteten Kellerräumen der Rampe steigt einmal monatlich eine Party.
 
Ganztägiges Jugendforum 2015
Das dritte Jugendforum am Freitag wird ganz anders und eine ganztägige Veranstaltung sein. Am Vormittag kommen zunächst die Klassensprecher, die gewählte Vertreter der Überlinger Schüler sind, zusammen. Insgesamt werden es etwa 100 bis 120 sein. Das Jugendreferat wird acht Themeninseln vorbereiten. Moderatoren an den Inseln sind die städtischen Azubis, die in der vergangenen Woche zur Vorbereitung zu einem Moderationskurs eingeladen waren. Welche Themen die Schülervertreter diskutieren, wollte Juan Diabuno vorab nicht verraten. Es seien aber auch ganz andere als jene, die die Jugendlichen vor fünf Jahren bewegten. Spannend wird es dann nach der Mittagspause. Am Nachmittag möchte das Jugendreferat zusammen mit den Beteiligten dann vor allem Schülerinnen und Schülern Ideen und Projekte präsentieren.
 
Das Video zur Beteiligung
Das erste Jugendprojekt, das in Zusammenhang mit der Jugendbeteiligung entstanden ist, ein Video, können sich die Überlinger Jugendlichen bereits anschauen. Produziert haben es Valentino Rentz, Laurenz Kienitz, Kaja van den Berg und Zacharias Böhler. Die jungen Produzenten möchten mit dem Video auf das Jugendforum 2015 aufmerksam und den Jugendlichen Lust machen, in den Kursaal zu kommen. Seit es online steht, haben es schon in den ersten Tagen mehrere Hundert Jugendliche angeschaut – übrigens haben es mehr auf Facebook als auf YouTube gesehen.
 
Der Termin
Freitag dieser Woche, 27. November, ab 13.30 Uhr sind alle Schüler ab Klasse 8 und junge Auszubildende zum dritten Überlinger Jugendforum in den Kursaal eingeladen
 
www.youtube.com/watch?v=IRhiRDmczaQ
 
Weitere Informationen findet Ihr hier.

Rückblick auf die Jugendforen 2010 und 2012

Ein Rückblick zeigt die Möglichkeiten eines Jugendforums. Nach dem ersten und zweiten Jugendforum (2010 und 2012) waren einige Projektgruppen sehr aktiv. Die Event-Gruppe veranstaltete regelmäßig Partys in der Kapuzinerkirche und im DGH Nußdorf, zu denen die Jugendlichen aus Überlingen und Umgebung zahlreich erschienen sind.
Den Skate-Contest gibt es seit 2010 jährlich und erfreut sich großer Beliebtheit.
Auch die Ausdauer der Jugendlichen, die sich für eine Grillstelle eingesetzt haben, hat sich gelohnt. Im August 2012 wurde eine Grillstelle für Jugendliche am Gondelehafen eingeweiht, die im Sommer gerne genutzt wird.
Beim Jugendforum 2012 war die Beteiligung im Gegensatz zu 2010 etwas geringer. Unabhängig vom Jugendforum als eine Projektgruppe der Jugendbeteiligung bildete sich Ende 2014 die Rampe-Gruppe, die eine Disco für 16- bis 18-Jährige im Jugendzentrum "Rampe" (ehem. Bahnhof Nußdorf) anbietet.
So vielfältig ist die Entwicklung der Jugendbeteiligung in Überlingen. Die einzelnen Erfolge stehen für sich und lassen keinen Zweifel, dass ein Jugendforum eine Plattform bietet, die viel Positives für die Jugendlichen der Stadt erbringt.