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bis Heiligabend sind es nur noch drei Tage. Wenn wir in diesen letzten Tagen des Jahres zurückblicken, werden wir uns an ein ereignisreiches Jahr erinnern. Das Jahr 2016 war für die Stadt und für mich persönlich das Jahr der Veränderungen. Die Weihnachtszeit ist traditionell die Zeit, in der wir inne halten. Wir fragen uns: Wo stehen wir und was haben wir im zu Ende gehenden Jahr erreicht? Auch 2016 mussten wir ganz persönlich und auch unsere Stadt hohe Hürden nehmen. Wir haben es nicht geschafft, alle zu überspringen. Trotzdem schaue ich mit Zuversicht ins neue Jahr. Wenn ich Anfang Februar den Stab an meinen Nachfolger weiter reiche, wird er die Verantwortung für viele große Vorhaben, für die wir in den vergangenen Jahren hart gearbeitet und die Pflöcke eingeschlagen haben übernehmen. Überlingen hat beste Chancen die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Projekte erfolgreich zu Ende zu führen. Besorgt schaue ich auf Verwerfungen, die in diesem zu Ende gehenden Jahr nicht Überlingen, sondern die Welt dramatisch verändert haben. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat nicht zufällig das Wort „postfaktisch“ zum Wort des Jahres gewählt. Gerüchte und offensichtliche Falschaussagen standen 2016 oft gleichberechtigt und scheinbar gleich wichtig und richtig neben empirisch belegbaren Tatsachen. Die Digitalisierung hat die Kommunikation demokratisiert und zugleich dafür gesorgt, dass Stimmungen mehr zählen als Überprüfbares. Statt mit Respekt begegnen sich Menschen viel zu oft mit gegenseitigen Herabwürdigungen und Hass. Das ist nicht die Gesellschaft, die ich mir wünsche. Mir persönlich war in den vergangenen Jahren eine offene, ehrliche Kommunikation wichtig. Mein Ziel war es, Sie, verehrte Bürgerinnen und Bürger, bestmöglich über die Stadtpolitik zu informieren. Denn nur gut informierte Bürgerinnen und Bürger können sich eine eigene Meinung bilden. Bürgerinformation ist die Voraussetzung für Bürgerbeteiligung. Meine Idee ist es von Anfang an gewesen, alle Bürgerinnen und Bürger einmal im Jahr zu einem öffentlichen Bürgerempfang einzuladen und Ihnen allen beim öffentlichen Neujahrsempfang zu berichten, was im zurückliegenden Jahr wichtig für die Stadt war und was das folgende Jahr prägen würde. Fünf Mal hatte die Stadt zum Bürgerempfang eingeladen. Im Januar 2017 wird es keinen Neujahrsempfang geben. Dafür bitte ich Sie um Verständnis. Am Ende des Jahres, des letzten meiner acht Jahre als Ihre Oberbürgermeisterin, möchte ich mich ausdrücklich noch einmal bei allen bedanken, die sich in den vergangenen Jahren mit mir zusammen – sei es als Mitarbeiterin und Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder als bürgerschaftlich engagierte Ehrenamtliche – für die Stadtgesellschaft eingesetzt haben. Danke für Ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Loyalität. Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich frohe, friedvolle Festtage und einen guten Start ins neue Jahr. Beginnen sie 2017 mit dem Mut, Neues zu wagen, mit Freude und Zuversicht.   Ihre Sabine Becker Oberbürgermeisterin

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