Lebenslagen

Radonrisiko

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, welches im Boden und im Gestein entsteht und überall vorkommt. In der freien Umgebung verdünnt sich Radon in der Luft. Wenn es durch undichtes Mauerwerk von Kellern in Gebäude eindringt, kann es sich dort jedoch ansammeln und der Gesundheit schaden. Wer über einen langen Zeitraum hohe Konzentrationen von Radon einatmet, besitzt ein höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Aus diesem Grund legt das Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Luft in Innenräumen fest. Die Einheit Becquerel steht für die Menge des radioaktiven Gases. Wird dieser Wert überschritten, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Radonexposition zu verringern. Eine wirksame Sofortmaßnahme ist es, regelmäßig zu lüften. Bei einer starken Exposition kann es aber auch notwendig sein, den Keller abzudichten oder ein Lüftungssystem zu installieren. Neubauten sollen von vornherein mit Radonschutzmaßnahmen ausgestattet werden.

Um die Situation vor Ort zu erfassen, sind amtlich anerkannte Messungen mit sogenannten Radonexposimetern erforderlich. Durchgeführt werden sie üblicherweise im Keller und Erdgeschoss. Eine repräsentative Messung dauert 12 Monate, da der Wert aufgrund vieler Einflüsse stark schwankt. Arbeitsplätze, an denen der Referenzwert trotz Schutzmaßnahmen überschritten wird, müssen ab dem 31.12.2018 bei der Strahlenschutzbehörde angemeldet werden. Für Privatpersonen sieht das Gesetz keine Messverpflichtung vor, eine erhöhte Radonkonzentration kann aber nur messtechnisch nachgewiesen werden.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Umweltministerium hat ihn am 19.10.2018 freigegeben.