Engagement zum Wohl der Stadt 31.07.2009
Verabschiedung von Gemeinderäten und Ortsvorsteherinnen
In einer Feierstunde verabschiedete Oberbürgermeisterin Sabine Becker im historischen Rathaussaal sieben Stadträtinnen und Stadträte aus dem Gemeinderat sowie zwei Ortsvorsteherinnen. Ein Streichquartett der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Thorsten Leonhard spielte das Konzert für vier Violinen D-Dur von Georg Philip Telemann.
Die Oberbürgermeisterin hob hervor, mit welch großem Engagement und Idealismus die gewählten Vertreter der Überlingerinnen und Überlinger ihr Ehrenamt als Stadträte und Ortsvorsteher wahrnehmen. So fanden in den vergangenen fünf Jahren allein 93 Gemeinderatssitzungen statt, in denen über 1 300 Tagesordnungspunkte beraten wurden. Hinzu kämen die Sitzungen der beschließenden Ausschüsse, der Aufsichtsräte, der Gesellschafterversammlungen, von Arbeitskreisen, Preisgerichten und weiteren Gremien sowie der Fraktionen. Darüber hinaus seien sie ständig ansprechbar für die Sorgen und Nöte, aber auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger.
Einige wichtige Entscheidungen der zu Ende gehenden Legislaturperiode 2004 bis 2009 waren die Mehrheitsbeteiligung der HELIOS Kliniken am Krankenhaus, die Übernahme des Gasnetzes von der Thüga durch die Stadtwerke und der Bau von Mensen an der Wiestorschule, der Realschule und am Gymnasium. Ein Dauerthema war und ist die Verkehrsführung in der Innenstadt. In diesen fünf Jahren war Überlingen bei mehreren Wettbewerben erfolgreich: Goldmedaille beim Wettbewerb Entente florale Unsere Stadt blüht auf sowie für die Bodensee-Therme beim internationalen Wettbewerb IOC/IAKS Award 2005, einem internationalen Architekturpreis für Sportstätten, Verleihung von fünf Wellness-Stars für die Therme und des Prädikats Premium-Class als Kneippheilbad.
Winfried Ritsch war knapp 28 Jahre Mitglied des Überlinger Gemeinderates. 1975 trat er für die CDU in den Stadtrat ein. Aus der Kampfabstimmung im November 1987 über ein neues Kurhaus auf dem neuen Standort West, dessen Verfechter er war, zog er seine persönlichen Konsequenzen, und er erklärte danach seinen Rücktritt. Rund sieben Jahre später, im Juni 1994, wurde er als Kandidat der Freien Wähler wieder in den Gemeinderat gewählt, deren Fraktionssprecher er seit 2002 war. In demselben Jahr wurde ihm für sein 20-jähriges kommunalpolitisches Wirken die Ehrennadel in Silber des Gemeindetags Baden-Württemberg verliehen. Winfried Ritsch lagen der Einzelhandel, das örtliche Gewerbe und die Außenwirkung der Stadt sehr am Herzen. Von seinen Reisen brachte er immer wieder interessante Ideen anderer Städte in die Gremien ein. Bei offiziellen Anlässen war er stets präsent und hatte für die Bürgerinnen und Bürger immer ein offenes Ohr ganz gemäß dem FWV-Slogan Immer mittendrin. Umgekehrt war ihm eine ständige Information und ein Austausch mit den Einwohnern sehr wichtig. Mit Wehmut, aber auch großer Dankbarkeit verabschiedete sich Ritsch als Ratsmitglied. Den Rathaussaal habe er stets mit großem Respekt betreten, und das Amt sei für ihn immer Verpflichtung gewesen zum Wohle der Stadt, erklärte Ritsch. Darüber hinaus wirkte er als Schöffe am Landgericht Konstanz und betreut er die Franziskanerkirche.
Auf mehr gemeinsame Zeit mit seiner kleinen Tochter freut sich Peter Zugmantel, der dem Gemeinderat 15 Jahre angehörte. Der Dipl.-Kaufmann war stets ein Mahner in finanziellen und organisatorischen Fragen und beleuchtete Vertragsinhalte kritisch. Des Weiteren waren dem CDU-Mitglied die Vereine ein wichtiges Anliegen, insbesondere die gleichmäßige Anerkennung der Jugendarbeit und eine größtmögliche Gleichbehandlung aller Vereine lagen ihm am Herzen, wenn es um die Belegung der Räumlichkeiten, die Festlegung der Benutzungsentgelte und Pachten oder die finanzielle Unterstützung ging.
Nach zehnjähriger Gemeinderatsarbeit wurde Ulrike Plessing verabschiedet. Die sozial sehr engagierte Bambergerin hat vor eineinhalb Jahren die Aktion Ma(h)lzeit mit initiiert. Die Kleinkind-, Kinder- und Hortbetreuung waren für sie ein wichtiges Thema. Die ÜfA-Stadträtin setzte sich auch sehr für den Einsatz von Tagesmüttern ein. Die Oberbürgermeister-Stellvertreterin gab ihren Ratskollegen mahnend mit auf den Weg: Halten Sie das Geld zusammen und zeigen Sie auch Solidarität mit denen, die sich vieles nicht leisten können.
Über den Zusammenhalt und die lockere Atmosphäre im Gemeinderat war CDU-Stadtrat Dr. Matthias Munk überrascht. Die fünfjährige Mitarbeit habe ihm gut gefallen, auch wenn er sich bei speziellen Themen wie auf dem roten Platz in China vorkam. Bei der Privatisierung des Krankenhauses hat der Mediziner die Sicht der Patienten und der Belegärzte eingebracht und sich für einen sicheren Schulweg in der Aufkircher und der Friedhofstraße stark gemacht.
Ihm hätten nicht zwölf Stimmen gefehlt, sondern der CDU einen Sitz, erklärte Heinrich Besserer. Der Jurist hat seinen Kollegen bei Bedarf schwierige Rechtsfragen präzise und verständlich erläutert und seine Kenntnisse im Gesellschaftsrecht in die Gremien der städtischen Tochtergesellschaften eingebracht. Die ihm nun zufließende Zeit wird er als neu gewählter Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Überlingen einbringen.
Christa Diener (FWV) und Katharina Lauterwasser-Stielow (LBU) haben aus beruflichen Gründen nach fünfjähriger Gemeinderatszugehörigkeit nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidiert. Sie haben in ihren Geschäften häufig an vorderster Front hautnah die Reaktionen der Bevölkerung auf kommunale Entscheidungen miterlebt. Es sei mehr Arbeit gewesen, als man ihr zuvor angedeutet habe, erläuterte Christa Diener ihre Entscheidung. Katharina Lauterwasser-Stielow geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Bereits im April 2007 schied Stadtrat Werner Rummel aus dem Gemeinderat aus, dem er seit 1989 angehörte.
Auch die Ortsvorsteherinnen Edeltraud Keßler und Isolde Idda waren bei der Ortschaftsratswahl im Juni nicht mehr angetreten. Die beiden haben sich sehr für ihre Dorfgemeinschaften eingesetzt und gut mit der Verwaltung und dem Gemeinderat zusammengearbeitet. Sie brachten sich beim Ausbau des Wanderwegenetzes und dem Wettbewerb Entente florale ein. Das herausragende Ereignis während Keßlers fünfjähriger Amtszeit als Ortsvorsteherin war die 850-Jahr-Feier von Lippertsreute. Neben der Erschließung von den Neubaugebieten Schellenberg und Wiesenstraße kann sie auf den neuen Obstsortengarten und die Nahwärmeversorgung zurückblicken.
Vor zehn Jahren übernahm Isolde Idda als erstmals gewähltes Ortschaftsratsmitglied das Amt der Ortsvorsteherin, ein, wie sie selbst beschreibt, für sie damals steiniger Weg. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement hat auch sie ihren Teilort Deisendorf weiter entwickelt und zog zum Vergleich die Attribute einer Uhr herbei - Verlässlichkeit, Qualität und Wert -, die sie dabei erfahren durfte. Beispiele sind die neu gestaltete Dorfmitte mit dem Rosenbeet, die Kleinkindbetreuung im Kindergarten Storchennest und der Landschaftspark St. Leonhard-Deisendorf.
Den Verabschiedeten überreichte Oberbürgermeisterin Becker eine Urkunde, eine Tasche mit aufgedrucktem Stadtwappen sowie einen WVÜ-Gutschein.
Die Oberbürgermeisterin hob hervor, mit welch großem Engagement und Idealismus die gewählten Vertreter der Überlingerinnen und Überlinger ihr Ehrenamt als Stadträte und Ortsvorsteher wahrnehmen. So fanden in den vergangenen fünf Jahren allein 93 Gemeinderatssitzungen statt, in denen über 1 300 Tagesordnungspunkte beraten wurden. Hinzu kämen die Sitzungen der beschließenden Ausschüsse, der Aufsichtsräte, der Gesellschafterversammlungen, von Arbeitskreisen, Preisgerichten und weiteren Gremien sowie der Fraktionen. Darüber hinaus seien sie ständig ansprechbar für die Sorgen und Nöte, aber auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger.
Einige wichtige Entscheidungen der zu Ende gehenden Legislaturperiode 2004 bis 2009 waren die Mehrheitsbeteiligung der HELIOS Kliniken am Krankenhaus, die Übernahme des Gasnetzes von der Thüga durch die Stadtwerke und der Bau von Mensen an der Wiestorschule, der Realschule und am Gymnasium. Ein Dauerthema war und ist die Verkehrsführung in der Innenstadt. In diesen fünf Jahren war Überlingen bei mehreren Wettbewerben erfolgreich: Goldmedaille beim Wettbewerb Entente florale Unsere Stadt blüht auf sowie für die Bodensee-Therme beim internationalen Wettbewerb IOC/IAKS Award 2005, einem internationalen Architekturpreis für Sportstätten, Verleihung von fünf Wellness-Stars für die Therme und des Prädikats Premium-Class als Kneippheilbad.
Auf mehr gemeinsame Zeit mit seiner kleinen Tochter freut sich Peter Zugmantel, der dem Gemeinderat 15 Jahre angehörte. Der Dipl.-Kaufmann war stets ein Mahner in finanziellen und organisatorischen Fragen und beleuchtete Vertragsinhalte kritisch. Des Weiteren waren dem CDU-Mitglied die Vereine ein wichtiges Anliegen, insbesondere die gleichmäßige Anerkennung der Jugendarbeit und eine größtmögliche Gleichbehandlung aller Vereine lagen ihm am Herzen, wenn es um die Belegung der Räumlichkeiten, die Festlegung der Benutzungsentgelte und Pachten oder die finanzielle Unterstützung ging.
Nach zehnjähriger Gemeinderatsarbeit wurde Ulrike Plessing verabschiedet. Die sozial sehr engagierte Bambergerin hat vor eineinhalb Jahren die Aktion Ma(h)lzeit mit initiiert. Die Kleinkind-, Kinder- und Hortbetreuung waren für sie ein wichtiges Thema. Die ÜfA-Stadträtin setzte sich auch sehr für den Einsatz von Tagesmüttern ein. Die Oberbürgermeister-Stellvertreterin gab ihren Ratskollegen mahnend mit auf den Weg: Halten Sie das Geld zusammen und zeigen Sie auch Solidarität mit denen, die sich vieles nicht leisten können.
Über den Zusammenhalt und die lockere Atmosphäre im Gemeinderat war CDU-Stadtrat Dr. Matthias Munk überrascht. Die fünfjährige Mitarbeit habe ihm gut gefallen, auch wenn er sich bei speziellen Themen wie auf dem roten Platz in China vorkam. Bei der Privatisierung des Krankenhauses hat der Mediziner die Sicht der Patienten und der Belegärzte eingebracht und sich für einen sicheren Schulweg in der Aufkircher und der Friedhofstraße stark gemacht.
Ihm hätten nicht zwölf Stimmen gefehlt, sondern der CDU einen Sitz, erklärte Heinrich Besserer. Der Jurist hat seinen Kollegen bei Bedarf schwierige Rechtsfragen präzise und verständlich erläutert und seine Kenntnisse im Gesellschaftsrecht in die Gremien der städtischen Tochtergesellschaften eingebracht. Die ihm nun zufließende Zeit wird er als neu gewählter Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Überlingen einbringen.
Christa Diener (FWV) und Katharina Lauterwasser-Stielow (LBU) haben aus beruflichen Gründen nach fünfjähriger Gemeinderatszugehörigkeit nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidiert. Sie haben in ihren Geschäften häufig an vorderster Front hautnah die Reaktionen der Bevölkerung auf kommunale Entscheidungen miterlebt. Es sei mehr Arbeit gewesen, als man ihr zuvor angedeutet habe, erläuterte Christa Diener ihre Entscheidung. Katharina Lauterwasser-Stielow geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Bereits im April 2007 schied Stadtrat Werner Rummel aus dem Gemeinderat aus, dem er seit 1989 angehörte.
Auch die Ortsvorsteherinnen Edeltraud Keßler und Isolde Idda waren bei der Ortschaftsratswahl im Juni nicht mehr angetreten. Die beiden haben sich sehr für ihre Dorfgemeinschaften eingesetzt und gut mit der Verwaltung und dem Gemeinderat zusammengearbeitet. Sie brachten sich beim Ausbau des Wanderwegenetzes und dem Wettbewerb Entente florale ein. Das herausragende Ereignis während Keßlers fünfjähriger Amtszeit als Ortsvorsteherin war die 850-Jahr-Feier von Lippertsreute. Neben der Erschließung von den Neubaugebieten Schellenberg und Wiesenstraße kann sie auf den neuen Obstsortengarten und die Nahwärmeversorgung zurückblicken.
Vor zehn Jahren übernahm Isolde Idda als erstmals gewähltes Ortschaftsratsmitglied das Amt der Ortsvorsteherin, ein, wie sie selbst beschreibt, für sie damals steiniger Weg. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement hat auch sie ihren Teilort Deisendorf weiter entwickelt und zog zum Vergleich die Attribute einer Uhr herbei - Verlässlichkeit, Qualität und Wert -, die sie dabei erfahren durfte. Beispiele sind die neu gestaltete Dorfmitte mit dem Rosenbeet, die Kleinkindbetreuung im Kindergarten Storchennest und der Landschaftspark St. Leonhard-Deisendorf.
Den Verabschiedeten überreichte Oberbürgermeisterin Becker eine Urkunde, eine Tasche mit aufgedrucktem Stadtwappen sowie einen WVÜ-Gutschein.
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