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Portrait von Alt-OB Weber hängt neu in der Ahnengalerie 14.03.2012 


Seit vergangener Woche hängt ein Portrait des Überlinger Alt-Oberbürgermeisters Volkmar Weber in der Ahnengalerie der Stadt im Kleinen Sitzungssaal im historischen Rathaus. Weber war von Oktober 2000 bis Februar 2009 Oberbürgermeister der Stadt Überlingen. Der Alt-OB  hat sich vom Maler Gerd Pflumm portraitieren lassen. Das Bild Webers hängt neu an der Stirnseite direkt rechts neben dem Eingang neben dem Portrait Klaus Patzels, der von 1993 bis 2000 Oberbürgermeister war. Während die Portraits von Webers beiden Amtsvorgängern Klaus Patzel und Alt-Oberbürger Reinhard Ebersbach, der von 1969 bis 1992 amtierte, eher abstrakt wirken, entschied sich Weber für eine naturalistische Darstellung. Oberbürgermeisterin Sabine Becker charakterisierte sie als „foto-realistisch“.
 
Kunstmaler Pflumm fertigte Portrait Oberbürgermeisterin Sabine Becker, Alt-Oberbürgermeister Volkmar Weber und Kunstmaler Gerd Pflumm bei der Übergabe des Portraits für die Ahnengalerie.
Volkmar Weber, der mit seiner Frau Bärbel und Enkelkind Ailin zur Übergabe des Bildes gekommen war, sagte, in seiner Familie gebe es eine Arbeitsteilung. Für Kunst sei seine Frau zuständig. Sie war es, die auf das Atelier Pflumm aufmerksam wurde. Ihr hatte ein vom Pflumm gemaltes Portrait des Musikers Peter Maffay sehr gut gefallen. Das Atelier sitzt in Schramberg im Schwarzwald. Eine Zeit lang betrieb Pflumm auch eine Galerie in Radolfzell. Pflumms Familie stammte aus Villingen-Schwenningen, sagte Weber. Später stellte sich heraus, dass es sich um „alte Bekannte“ handelte. Pflumm sagte, den ersten Prominenten, den er portraitierte, sei der Schauspieler Günter Strack gewesen.
 
13 Portraits in der Ahnengalerie
Ursprünglich hingen die früheren Bürgermeister im Amtszimmer des Oberbürgermeisters. Aus Platzgründen entschied sich die Stadt in der Amtszeit Webers dafür, die Bilder auszuquartieren und ins Sitzungszimmer umzuhängen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Diskussionen über die Portraitsammlung gegeben. Weiterhin hängt auch ein Bildnis des früheren Bürgermeisters Albert Spreng in der Ahnengalerie. Spreng war von 1933 bis 1945 Bürgermeister in Überlingen. Er war Mitglied der NSDAP und starb 1946. „Er ist Teil der Stadtgeschichte“, begründete Stadtarchivar Walter Liehner, der zur Übergabe des Portraits von Weber gekommen war, weshalb das Bild weiter in der Galerie hängt. Zu sehen ist in der Ausstellung auch ein Portrait des Vorgängers von Spreng, von Bürgermeister Heinrich Emerich, der 1919 zum Bürgermeister gewählt wurde und 1933 den die Nazis aus dem Amt drängten. Das älteste der 13 Portraits zeigt Johann Heinrich von Pflummern, Bürgermeister von 1644 bis 1670. Zu sehen ist neben anderen auch ein Bildnis von Maurus Betz, der von 1885 bis 1919 Bürgermeister war und in dessen Amtszeit der Bau des Eisenbahntunnels fiel.
 
Oberbürgermeisterin über Volkmar Weber
Mit Blick auf die Debatte über den Konstanzer Alt-Oberbürger Bruno Helmle, der bis 1980 im Amt war und wie erst 2012 ein wissenschaftliches Gutachten zeigte, die Konstanzer Öffentlichkeit Jahrzehnte lang über seine NS-Vergangenheit getäuscht hatte, sagte Oberbürgermeisterin Sabine Becker: Sie sei froh dass sie sich aus diesem Grund, was das Portrait Volkmar Webers angeht, keine Sorgen machen müsse. Weber, der sich den Freien Wählern angeschlossen hatte, erwiderte, dass er hoffe, dass es noch viele Jahre dauert, bis die Stadt erneut Platz für ein Portrait machen müsse. Die freie Fläche an den Wänden ist bereits jetzt knapp.
 
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