Ostbad rechtzeitig zur Strandbadsaison eröffnet 23.05.2012
Zum Beginn der Badesaison hat das Überlinger Ostbad wieder geöffnet. In den vergangenen Monaten ist auf dem Gelände ein neues, funktionales, kostengünstiges Gebäude mit Umkleide, Sanitärtrakt sowie Küche und Gastronomie entstanden. Der Charakter des parkähnlichen, weitläufigen Strandbadgeländes mit den vielen alten, Schatten spendenden Bäumen hat die Stadt bewusst erhalten. Das neue Ostbadgebäude ist beispielhaft für nachhaltiges, ökologisch sinnvolles Bauen, bei dem die Stadt von Anfang an niedrige Unterhalts- und Folgekosten im Auge hatte.
Dankeschön an beteiligte Unternehmen
Die rechtzeitige Eröffnung des Ostbads war ein Kraftakt. Oberbürgermeisterin Sabine Becker bedankte sich bei einer keinen Feier für die beteiligten Betriebe noch einmal bei den Handwerkern und auch bei den städtischen Mitarbeitern, die in den vergangenen Wochen andere Aufträge und Aufgaben zurück gestellt hatten, um mit Vollkraft an der Fertigstellung des Strandbads zu arbeiten. Bis zuletzt waren zum Beispiel die Landschaftsbauer mit seinen Mitarbeitern auf dem Gelände. Oberbürgermeisterin Sabine Becker, Baubürgermeister Ralf Brettin und der Gemeinderat hatten am Samstag vor zwei Wochen die Firmen deswegen zu einer kleinen Dankesfeier eingeladen, nachdem es in der Bauphase nur ein bescheidenes Richtfest gegeben hatte. Am Nachmittag nahmen bei einem Fest und Tag des offenen Strandbads dann die Bürger ihr neues Bad in Besitz.
Schwimmsteg und Beach
Neu ist neben dem Gebäude vor allem ein Schwimmsteg, von dem aus Strandbadbesucher über Stufen sicher und bequem in den See gelangen. Für Kinder gibt es ein Großspielgerät, ein Piratenschiff mit Hängebrücken. Strandbadbesucher, die auch am Überlinger See nicht auf einen Sandstrand verzichten möchten, können ab sofort einen Beach-Streifen nutzen. Die Sanierung des Ostbads kostete 1,31 Millionen Euro und blieb damit sogar unter den vorausberechneten Kosten in Höhe von 1,39 Millionen Euro. Bürgermeister Ralf Brettin begründete das mit „sorgfältiger Planung und guten Ausschreibungsergebnissen“.
Altes Ostbad Abrissgebäude
Eine Wahl hatte die Stadt im Ostbad nicht mehr: Das alte Ostbadgebäude war marode und die Sanitäranlagen entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Auch die ins Wasser führenden, rutschigen Betonrampen hatten der Stadt Sorgen bereitet. Von ihnen ging eine erhebliche Unfallgefahr aus. Der neue Schwimmsteg hat zwar 136.000 Euro gekostet, ermöglicht es aber auch älteren Badbesuchern sicher zum Schwimmen in den See zu steigen.
Kostensparendes Bauen
Am Projekt Ostbad hatte auch eine Arbeitsgruppe des Gemeinderats mitgearbeitet. Auf einen Architektenwettbewerb hatte die Stadt verzichtet – und stattdessen selbst geplant. Federführend war neben Baubürgermeister Ralf Brettin Architekt Mathias Haltmeyer vom von der Abteilung Facility Management. Mit im Boot war später Architekt Gerhard Metzger aus Überlingen. Auf die Kosten schaute von Anfang an Christine Jegler, die Leiterin der Abteilung Facility Management. Bürgermeister Ralf Brettin sprach bei der Eröffnung von einem reduzierten und wartungsfreundlichen Gebäude. Aufgrund der schlechten Haushaltslage, hatte die Stadt ein besonderes Augenmerk auf die Kosten gelegt. „Wir haben nur die Flächen gebaut, die wir tatsächlich brauchen“, sagte der Baubürgermeister Brettin.
Nachhaltigkeit und Kostenersparnis
Bei der Wahl der Baustoffe spielten neben den Kosten ökologische Kriterien eine Rolle. Wichtigster Baustoff ist Holz. Verwendet worden ist Weißtanne. Mathias Haltmeyer sagte, die Fassade sei wartungsfrei. Das mit einem Holzschutzmittel behandelte Holz müsse nicht gestrichen werden. Für die Bodenbeläge auf der Terrasse und auf den Stegen vor dem Sanitär- und Umkleidebereich verwendete die Stadt widerstandsfähiges Walaba Stauseeholz aus Surinam. Walaba hat von Natur aus einen sehr hohen Ölgehalt und ist dadurch „von Natur aus imprägniert“. Die Ernte des Holzes hat keine negativen Auswirkungen auf das Klima. Die Böden im Sanitärtrakt sind mit einem fugenlosen Belag beschichtet und sehr belastbar. In der Umkleide und in den WCs spielen natürliches Licht und die natürliche Belüftung eine große Rolle. Das verringert den Stromverbrauch. Durchdacht ist auch die Anordnung der verschiedenen Bereiche wie Küche und Tresen. Unnötige Wege werden vermieden, sagte Christine Jegler. Die Planer und der kaufmännische Bereich arbeiteten im Team.
Kostenkontrolle von Anfang an
Das neue Ostbadgebäude ist einer der „Piloten“, bei dem die Stadt Überlingen die Kosten im Griff behalten will. Während die Baukosten für ein Gebäude bei etwa 20 Prozent liegen, machen Unterhalt und Sanierung eines Gebäudes weitere 80 Prozent der Gesamtkosten aus, die ein Gebäude verursacht, während es bis zu seinem Abriss genutzt wird. Die Stadt Überlingen leidet aktuell unter einem erheblichen Sanierungsstau bei städtischen Gebäuden, der den städtischen Haushalt schwer belastet. In der Vergangenheit hatte die Stadt am Unterhalt von Gebäuden gespart, so dass mehrere Schulen und Kindergärten sowie Turnhallen marode sind und sich die Stadt von Immobilien sogar trennen muss, da sie sich die Sanierung nicht mehr leisten kann.
Facility Management
In Zukunft soll das anders werden. Wie im Ostbad schaut die Stadt seit 2010 auch bei Kindergärten streng nicht nur auf die Bau-, sondern auch auf die Folgekosten. Nachhaltigkeit und Betriebskosten spielen heute eine wichtige Rolle, sagte Christine Jegler. Bei Ausschreibungen müssten sich die Architekten an ein „eng gestricktes Pflichtenheft“ halten. Oberbürgermeisterin Sabine Becker hatte 2010 die Abteilung Facility Management im Bauamt neu geschaffen.
Strandfest für die Besucher
Im Sommer wird es ein Strandfest geben, bei dem die Bevölkerung die neue Anlage offiziell in Besitz nehmen kann. Frau OB Becker möchte die Neueröffnung des Ostbads mit den Überlingern und ihren Besuchern feiern. Näheres wird rechtzeitig im Hallo-Ü berichtet.
Pressereferat
Dankeschön an beteiligte Unternehmen
Die rechtzeitige Eröffnung des Ostbads war ein Kraftakt. Oberbürgermeisterin Sabine Becker bedankte sich bei einer keinen Feier für die beteiligten Betriebe noch einmal bei den Handwerkern und auch bei den städtischen Mitarbeitern, die in den vergangenen Wochen andere Aufträge und Aufgaben zurück gestellt hatten, um mit Vollkraft an der Fertigstellung des Strandbads zu arbeiten. Bis zuletzt waren zum Beispiel die Landschaftsbauer mit seinen Mitarbeitern auf dem Gelände. Oberbürgermeisterin Sabine Becker, Baubürgermeister Ralf Brettin und der Gemeinderat hatten am Samstag vor zwei Wochen die Firmen deswegen zu einer kleinen Dankesfeier eingeladen, nachdem es in der Bauphase nur ein bescheidenes Richtfest gegeben hatte. Am Nachmittag nahmen bei einem Fest und Tag des offenen Strandbads dann die Bürger ihr neues Bad in Besitz.
Schwimmsteg und Beach
Neu ist neben dem Gebäude vor allem ein Schwimmsteg, von dem aus Strandbadbesucher über Stufen sicher und bequem in den See gelangen. Für Kinder gibt es ein Großspielgerät, ein Piratenschiff mit Hängebrücken. Strandbadbesucher, die auch am Überlinger See nicht auf einen Sandstrand verzichten möchten, können ab sofort einen Beach-Streifen nutzen. Die Sanierung des Ostbads kostete 1,31 Millionen Euro und blieb damit sogar unter den vorausberechneten Kosten in Höhe von 1,39 Millionen Euro. Bürgermeister Ralf Brettin begründete das mit „sorgfältiger Planung und guten Ausschreibungsergebnissen“.
Altes Ostbad Abrissgebäude
Eine Wahl hatte die Stadt im Ostbad nicht mehr: Das alte Ostbadgebäude war marode und die Sanitäranlagen entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Auch die ins Wasser führenden, rutschigen Betonrampen hatten der Stadt Sorgen bereitet. Von ihnen ging eine erhebliche Unfallgefahr aus. Der neue Schwimmsteg hat zwar 136.000 Euro gekostet, ermöglicht es aber auch älteren Badbesuchern sicher zum Schwimmen in den See zu steigen.
Kostensparendes Bauen
Am Projekt Ostbad hatte auch eine Arbeitsgruppe des Gemeinderats mitgearbeitet. Auf einen Architektenwettbewerb hatte die Stadt verzichtet – und stattdessen selbst geplant. Federführend war neben Baubürgermeister Ralf Brettin Architekt Mathias Haltmeyer vom von der Abteilung Facility Management. Mit im Boot war später Architekt Gerhard Metzger aus Überlingen. Auf die Kosten schaute von Anfang an Christine Jegler, die Leiterin der Abteilung Facility Management. Bürgermeister Ralf Brettin sprach bei der Eröffnung von einem reduzierten und wartungsfreundlichen Gebäude. Aufgrund der schlechten Haushaltslage, hatte die Stadt ein besonderes Augenmerk auf die Kosten gelegt. „Wir haben nur die Flächen gebaut, die wir tatsächlich brauchen“, sagte der Baubürgermeister Brettin.
Nachhaltigkeit und Kostenersparnis
Bei der Wahl der Baustoffe spielten neben den Kosten ökologische Kriterien eine Rolle. Wichtigster Baustoff ist Holz. Verwendet worden ist Weißtanne. Mathias Haltmeyer sagte, die Fassade sei wartungsfrei. Das mit einem Holzschutzmittel behandelte Holz müsse nicht gestrichen werden. Für die Bodenbeläge auf der Terrasse und auf den Stegen vor dem Sanitär- und Umkleidebereich verwendete die Stadt widerstandsfähiges Walaba Stauseeholz aus Surinam. Walaba hat von Natur aus einen sehr hohen Ölgehalt und ist dadurch „von Natur aus imprägniert“. Die Ernte des Holzes hat keine negativen Auswirkungen auf das Klima. Die Böden im Sanitärtrakt sind mit einem fugenlosen Belag beschichtet und sehr belastbar. In der Umkleide und in den WCs spielen natürliches Licht und die natürliche Belüftung eine große Rolle. Das verringert den Stromverbrauch. Durchdacht ist auch die Anordnung der verschiedenen Bereiche wie Küche und Tresen. Unnötige Wege werden vermieden, sagte Christine Jegler. Die Planer und der kaufmännische Bereich arbeiteten im Team.
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