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Grafsches Gelände provisorischer Parkplatz 30.05.2012 


Das Grafsche Gelände am Überlinger Stadteingang West ist seit dem Umzug des Raiffeisen Baucenters in die Heiligenbreite ungenutzt. Die Stadt hat nun auf dem früheren Betriebsgelände einen provisorischen, gebührenpflichtigen Parkplatz eingerichtet. Nutzen können ihn, wenn der Thermenparkplatz belegt ist, auch Besucher des Überlinger Westbads. Der Parkdruck im Westen der Stadt dürfte in diesem Sommer hoch sein. Weggefallen sind wegen der Sanierung des Parkhauses West mehr als 200 Stellplätze im Parkhaus. Derzeit stehen von 290 Stellplätzen nur 80 zur Verfügung. Abbrechen lassen möchte die Stadt, der das Gelände seit zwei Monaten gehört, in den kommenden Monaten auch noch das Gebäude auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Raiffeisen Baucenters. Der Gemeinderat hat dafür in der vergangenen Woche Mittel bereitgestellt. 
Das Grafsche Gelände soll Teil der Dauerausstellung bei der Landesgartenschau 2020 werden. Für die kommenden Monate ist der Abriss des Gebäudes geplant. Vorübergehend hat die Stadt das Gelände in einen provisorischen Parkplatz umgewandelt.
Knapp 20.000 Quadratmeter Fläche
Mit Kaufvertrag vom 12. Mai 1999 hat die Stadt Überlingen das Grundstück Flst.Nr. 3770/35, samt Gebäude und Freifläche, in der Bahnhofstraße 40, 42 und 52 erworben und ist seit 24. März 2012 als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen. Das Gelände ist insgesamt 18.930 Quadratmeter groß. Bei der Landesgartenschau 2020 soll auf dem Areal ein Teil der Dauerausstellung stattfinden. Die Straße zwischen dem ehemaligen Grafschen Gelände und der Bahnlinie soll bis dahin vom See weg an die Gleise verlegt werden. Die Stadt rechnet dafür mit Fördermitteln. Direkt am See sollen Frei- und Grünflächen und Seezugänge entstehen. Derzeit läuft der Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Landesgartenschau 2020. Die provisorischen Parkplätze sind nur eine Zwischennutzung des Geländes.
 
Gemeinderat gibt Geld für Abbruch frei
Bereits im März hat der Gemeinderat den Abbruch des Gebäudes auf dem Grafschen Gelände beschlossen. Mittlerweile sind die Abbruchkosten ermittelt worden. Die Kosten betragen demnach 243.000 Euro. Für den Abbruch sind im Haushalt 2012 keine Mittel eingestellt gewesen. Der Gemeinderat  hat daher das Geld außerplanmäßig bereitgestellt. Die Stadt schreibt den Auftrag aus. Das Geld für den Abbruch werde der Stadt zurückerstattet, so Oberbürgermeisterin Sabine Becker.
 
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