Pforzheimer Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler kauft Bad-Hotel 13.06.2012
Die Stadt Überlingen wird das Bad-Hotel verkaufen. Nicht verkaufen möchte die Stadt den Überlinger Kursaal in direkter Nachbarschaft zum Bad-Hotel. Die Stadt plant das unter Denkmalschutz stehende Veranstaltungsgebäude langfristig zu verpachten. Dazu soll ein Erbpachtvertrag geschlossen werden. Der Gemeinderat hat bereits grundsätzlich zugestimmt. Im Vertrag, der noch detailliert ausgehandelt wird, vereinbart die Stadt mit dem Unternehmer, dass Veranstaltungen wie die Jahreskonzerte der Stadtkapelle oder Fasnetsveranstaltungen auch weiterhin im Kursaal stattfinden können.
Verkauf des Bad-Hotels
Der Verkauf des Bad-Hotels kommt nicht überraschend. Bereits vor gut einem Jahr hatte der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats in öffentlicher Sitzung, entschieden, welche Immobilien die Stadt in Zukunft verkaufen könnte und welche Gebäude sie zur Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben benötigt. Grundsätzlich veräußerst werden könnten neben dem Badhotel zum Beispiel auch die Rathäuser in den Ortsteilen. Die Verkäufe oder langfristige Verpachtung von Immobilien, die sich in städtischem Besitz befinden, sind eine Voraussetzung für die Konsolidierung des Haushalts.
Oberbürgermeisterin will Transparenz
Ausschlaggebend für die Stadt sind nicht einmalige Erlöse, was als Veräußerung des Tafelsilbers missbilligt werden könnte, sondern vielmehr dauerhafte Einsparungen bei laufenden Kosten, Renovierungen und Sanierungen, die den Haushalt der Stadt schwer belasten. Den Unterhalt aller Immobilien, die sich in ihrem Besitz befinden, kann die Stadt auch aufgrund des Sanierungsstaus nicht stemmen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker sagte, über die Haushaltskonsolidierung sei ausführlich in öffentlicher Sitzung diskutiert worden. Die Oberbürgermeisterin stellt klar, das sie Entscheidungen der Stadt transparent machen möchte. Sie sagte, sie bedauere es deshalb, dass die Presse über Sitzungen des Verwaltungsausschusses, bei denen es um die Haushaltskonsolidierung ging, nicht berichtet habe.
Bad-Hotel im Widerspruch zu Haushaltskonsolidierung
Schon bei der vorletzten Gemeinderatsklausuren haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung darauf geeinigt, dass sich die Stadt auf Investitionen in Immobilien konzentriert, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Oberbürgermeisterin Sabine Becker sagte, dass treffe genauso auf Kindertageseinrichtungen wie auf weiterführende Schulen zu. Die Stadt habe sich unter anderem auch für den Verkauf entschieden, da der Pachtvertrag mit Evelyne Gindele zum 31. Dezember 2012 auslaufe und nachdem die Pächterin der Stadt signalisiert hatte, dass sie das Hotel nicht mehr weiter betreiben möchte. Bürgermeister Ralf Brettin sagte, vor einem Pächterwechsel wären Renovierungsarbeiten angefallen, die die Stadt hätte bezahlen müssen. Das sei bei einem 4-Sterne-Haus nach einer gewissen Zeit normal. Auch das frühere Warmbad, der Kuderturm und die Villa Seeburg, die dem Kloster der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern Hegne gehört werden mit dem Ensemble genutzt.
Kursaal und Bad-Hotel an selben Betreiber
Mit der Ausschreibung und Vergabe hatte die Stadt einen erheblichen Aufwand betrieben. Eine Arbeitskreis aus Gemeinderäten –der in öffentlicher Sitzung beschlossen wurde - traf sich insgesamt sechs Mal. Die Gemeinderatsmitglieder waren beim Verfassen des Ausschreibungstextes und der Sichtung der Bewerbungen gleichermaßen beteiligt. Bewusst sei der Kursaal bei der Ausschreibung mit einbezogen worden. Der Grund: In der Vergangenheit hatte es immer wieder Konflikte zwischen dem Bad-Hotel und der Kursaal-Gastronomie sowie „Le Foyer“ gegeben. Zwei Interessenten am Bad-Hotel kamen in die engere Wahl. Das Konzept des Auserwählten hat die Räte am besten überzeugt.
Renovierung bei laufendem Betrieb
Noch vor der Sommerpause möchte die Stadt den Vertrag mit Scheidtweiler unterzeichnen. Festgeschrieben wird auch, dass das Bad-Hotel ein Hotelbetrieb bleiben muss. Die neuen Eigentümer des Bad-Hotels möchten während des laufenden Betriebs umbauen und renovieren. Das sagte Bürgermeister Brettin. Reservierungen für den Kursaal nimmt zunächst noch die Kur- und Touristik GmbH, die den Kursaal bisher managte, entgegen.
Kapuzinerkirche im Besitz der Stadt
Die ehemalige Kapuzinerkirche bleibt, obwohl sie optisch zum Ensemble gehört, bei der Stadt. Oberbürgermeisterin Sabine Becker möchte die ehemalige Kapuzinerkirche mit Hilfe einer Kulturstiftung ganzjährig bespielbar machen. Kultur sei eine Pflichtaufgabe, so die Oberbürgermeisterin.
Pressereferat
Verkauf des Bad-Hotels
Der Verkauf des Bad-Hotels kommt nicht überraschend. Bereits vor gut einem Jahr hatte der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats in öffentlicher Sitzung, entschieden, welche Immobilien die Stadt in Zukunft verkaufen könnte und welche Gebäude sie zur Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben benötigt. Grundsätzlich veräußerst werden könnten neben dem Badhotel zum Beispiel auch die Rathäuser in den Ortsteilen. Die Verkäufe oder langfristige Verpachtung von Immobilien, die sich in städtischem Besitz befinden, sind eine Voraussetzung für die Konsolidierung des Haushalts.
Oberbürgermeisterin will Transparenz
Ausschlaggebend für die Stadt sind nicht einmalige Erlöse, was als Veräußerung des Tafelsilbers missbilligt werden könnte, sondern vielmehr dauerhafte Einsparungen bei laufenden Kosten, Renovierungen und Sanierungen, die den Haushalt der Stadt schwer belasten. Den Unterhalt aller Immobilien, die sich in ihrem Besitz befinden, kann die Stadt auch aufgrund des Sanierungsstaus nicht stemmen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker sagte, über die Haushaltskonsolidierung sei ausführlich in öffentlicher Sitzung diskutiert worden. Die Oberbürgermeisterin stellt klar, das sie Entscheidungen der Stadt transparent machen möchte. Sie sagte, sie bedauere es deshalb, dass die Presse über Sitzungen des Verwaltungsausschusses, bei denen es um die Haushaltskonsolidierung ging, nicht berichtet habe.
Bad-Hotel im Widerspruch zu Haushaltskonsolidierung
Schon bei der vorletzten Gemeinderatsklausuren haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung darauf geeinigt, dass sich die Stadt auf Investitionen in Immobilien konzentriert, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Oberbürgermeisterin Sabine Becker sagte, dass treffe genauso auf Kindertageseinrichtungen wie auf weiterführende Schulen zu. Die Stadt habe sich unter anderem auch für den Verkauf entschieden, da der Pachtvertrag mit Evelyne Gindele zum 31. Dezember 2012 auslaufe und nachdem die Pächterin der Stadt signalisiert hatte, dass sie das Hotel nicht mehr weiter betreiben möchte. Bürgermeister Ralf Brettin sagte, vor einem Pächterwechsel wären Renovierungsarbeiten angefallen, die die Stadt hätte bezahlen müssen. Das sei bei einem 4-Sterne-Haus nach einer gewissen Zeit normal. Auch das frühere Warmbad, der Kuderturm und die Villa Seeburg, die dem Kloster der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern Hegne gehört werden mit dem Ensemble genutzt.
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