Wohnquartier "Südlich Härlen" Planungskonkurrenz am 30.11.2018 im DGH Bambergen

1. Preis

Städtebauliches Konzept zur Entwicklung des Baugebiets „Südlich Härlen“
 
Die Stadt Überlingen plant in den nächsten Jahren die Entwicklung des zukünftigen Baugebiets „Südlich Härlen“. Zur Klärung der grundsätzlichen städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten führte die Stadt Überlingen eine Planungskonkurrenz unter fünf teilnehmenden Planungsbüros durch. Zur Teilnahme an der Planungskonkurrenz wurden fünf Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplaner/innen bzw. Architekten/innen und Landschaftsarchitekten/innen eingeladen.Vier der eingeladenen Teilnehmer haben einen Beitrag eingereicht. Am Freitag, 30.11.2018, tagte die Beurteilungskommission zur Planungskonkurrenz „Südlich Härlen“. Die Kommission setzte sich aus externen Fachgutachtern, Gemeinderäten sowie Vertretern der Stadtverwaltung zusammen. Die Beurteilungskommission empfiehlt dem Gemeinderat den Beitrag der Arbeitsgemeinschaft HÄHNIG GEMMEKE Freie Architekten BDA, Tübingen mit Planstatt Senner, Johann Senner, Überlingen als Grundalge zur weiteren Entwicklung des Baugebiets „Südlich Härlen“. Die Beurteilungskommission bewertet den Beitrag wie folgt: „Das städtebauliche Konzept sieht drei unterschiedliche Baufelder vor, die durch zwei großzügige Grünfugen in Nord-Süd- und West-Ost-Richtung getrennt sind. Auf diese Weise entstehen einerseits maßstäbliche Stadtbausteine, die auf die besondere Sensibilität des Standortes und der Drumlinlandschaft reagieren, andererseits auch die klimatischen Anforderungen in Bezug auf Durchlüftung und Kaltluftabfluss und die Retention des Oberflächenwassers berücksichtigen. Der benachbarte Drumlinhügel ist vom zentralen Quartiersplatz aus wahrnehmbar und prägt somit positiv die Identität des Quartiers.Das Pflegezentrum bildet in seiner prägnanten und kompakten Form mit den versetzten Baukörpern in Verbindung mit dem langfristig möglichen östlichen Sonderbaustein einen guten Auftakt zum neuen Baugebiet. Der Eingangsplatz mit einem durchaus vorstellbaren Gastronomieangebot kann zu einer positiven Adressbildung beitragen. Allerdings wird die vorgegebene Größe des Pflegeheims mit 12.500 m² BGF um etwa ein Viertel unterschritten was auch durch den guten Vorschlag eines weiteren Baukörpers für Personalwohnen nicht ganz ausgeglichen werden kann. Kritisiert wird auch die Ausformung des städtebaulichen Randes durch die beiden ungünstig höhengestaffelten Baukörper die sich zu weit in Richtung Drumlin hinausschieben.Die beiden östlichen Baufelder reagieren dagegen sensibel auf die angrenzenden Baustrukturen und bilden maßstäbliche und gut verträgliche Übergänge zum Bestand. Eine Einschränkung betrifft den westlichen Siedlungsrand des südlichen Quartiers, der aufgrund seiner Strenge und der Höhe der vier Geschossbauten kontrovers diskutiert wird. Durch die vorgeschlagene wohlgesetzte Mischung verschiedener Bauformen und Wohntypologien entstehen sehr robuste, sozial gemischte und hochwertige Wohnquartiere, die trotz der hohen Dichte qualitätsvolle Freiräume in verschiedenen Ausformungen entstehen lassen. Die kleinen Platzsituationen und Wohnhöfe tragen zu einem kommunikativen Miteinander der künftigen Bewohnerschaft bei.Die als Wohnstraßen geplanten Erschließungsflächen sind angemessen und sparsam und tragen als multifunktionale Räume ebenfalls zu einer hohen Wohnumfeldqualität bei. Die Parkierung ist differenziert und bedarfsgerecht geplant und gut in das Konzept integriert.Das Wassermanagement ist funktional nachvollziehbar und prinzipiell gut gelöst, auch wenn die Größe der gewünschten Retentionsflächen im Einzelnen nicht nachgewiesen wurde. Durch die Integration des Wasserlaufes und der Retentionsmulden in den hangabwärts verlaufenden Grünzug kann in Verbindung mit Spiel- und Aufenthaltsflächen eine hohe Qualität entstehen, die dem landschaftlich wertvollen Standort angemessen ist. Aufgrund der zu erwartenden hohen Anzahl an Wohneinheiten und einer sehr hohen Einwohnerdichte bei gleichzeitig hohem Grünflächenanteil lässt der Beitrag auch eine hohe Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erwarten.Insgesamt stellt die Arbeit aufgrund ihrer Ausgewogenheit, Maßstäblichkeit und Robustheit sowie seiner hohen Freiraumqualität einen überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe dar.“ Die vier eingereichten Beiträge werden vom 03.12.2018 bis zum 20.12.2018 im Vorzimmer des Sitzungsaals im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten ausgestellt.In der Gemeinderatssitzung am 17.12.2018 wird das Ergebnis ebenfalls in der öffentlichen Sitzung vorgestellt werden.

Typ Name Datum Größe
pdf 01 Entwurf 1. Preis 13.12.2018 46,596 MB
pdf 02 Entwurf 2. Preis 13.12.2018 30,47 MB
pdf 03 Entwurf 3. Preis 13.12.2018 6,258 MB
pdf 04 Entwurf 2. Rundgang 13.12.2018 18,479 MB
pdf 2018 11 30 Niederschrift Beurteilungskommission 13.12.2018 7,846 MB
pdf 2018 12 10 Dokumentation Planungskonkurrenz 13.12.2018 18,644 MB