Arbeitskreis Altstadtquartier -  Vielfältige Diskussion beim Auftakttreffen im Projekt energetische Konzeptstudie für die Altstadt

Am Donnerstag, 06. Mai 2021, fand das Auftakttreffen des Arbeitskreises zum Thema energetische Konzeptstudie für die Altstadt statt – im Rathaus sowie virtuell. Durch die aktuelle Begrenzung der Plätze vor Ort wurde das Treffen als Kombination aus Präsenz- und Onlineveranstaltung ausgerichtet. Insgesamt konnten dadurch, trotz Pandemie, gut 30 involvierte und interessierte Personen teilnehmen.
Das Spektrum der TeilnehmerInnen zeichnete sich dabei durch seine Vielfalt aus: Neben Vertretern des Stadtwerks am See und der städtischen Verwaltung waren Lokalpolitiker, Wirtschaftsvertreter, diverse Initiativen aber auch betroffene BewohnerInnen selbst vertreten.

Nach der Vorstellung durch Herrn Bürgermeister Längin und die Einführung durch Herrn Dr. Bachmaier vom Stadtwerk am See wurde insbesondere auf die beiden Schwerpunkte Wärmeversorgung sowie Mobilität im betrachteten Quartier eingegangen. Die von Beginn an regen Zwischenfragen der TeilnehmerInnen bestätigten dabei das Interesse und den Stellenwert des Projektes und damit der Energiewende vor Ort. Um die Diskussion entsprechend der jeweiligen Interessen zu intensivieren, wurden die TeilnehmerInnen im Laufe der Veranstaltung in zwei Workshop-Gruppen untergliedert. So konnte mehr in die Tiefe gegangen und damit Anreize für die weitere Entwicklung der Konzeptstudie gesammelt werden.
Zum Thema Wärmeerzeugung und -verteilung wurde die Entwicklung der Standorte für die Wärmeerzeugung sowie die Entwicklung eines Ausbauplans für das Nahwärmenetz (im Einklang mit stadtplanerischen Tiefbaumaßnahmen) besprochen.
Im Themenbereich Wärmeabnehmerstruktur wurde deutlich, dass insbesondere die Kombination aus energetischen Sanierungsmaßnahmen und Wärmenetz zur Zielerreichung eines energieeffizienteren und emissionsärmeren Gebäudebestands beitragen kann.
Beim Thema Mobilität stellte sich heraus, dass die Voraussetzungen bezüglich des Aufbaus eines Car-Sharing-Angebots im Untersuchungsgebiet tendenziell vorhanden sind und dass eine Ladeinfrastruktur in den Randbereichen der Altstadt dazu beitragen könnte, die Verkehrsbelastung zu verringern.

Darstellung des hohen Wärmebedarfs in der Überlinger Altstadt: zwischen jährlich ≥ 50 kWh/m2 (hellgelb) bis > 250 kWh/m2 (dunkelrot) Bodenfläche

Quelle: SWSee

Trotz erfolgreicher Diskussionen, hat sich erneut der Wert von Präsenzveranstaltungen bestätigt. Für das nächste Treffen wird auf eine größere Anzahl von möglichen Vor-Ort-Teilnahmen gehofft, um die wertvolle Diskussion sowie Anregungen der Betroffenen und Fachleute vollständig ausschöpfen zu können.
Denn Ziel der Studie ist es den Interessen der Betroffenen gerecht zu werden.
 
Hierfür läuft aktuell auch eine Befragung der BewohnerInnnen und EigentümerInnen des Altstadtquartiers.
Diese bitten wir darum, bis zum 06.06.2021 an der Umfrage teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es einen gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), sowie zwei Gutscheine für die Therme Überlingen im Wert von je 50€.
 
Bei Fragen oder Anregungen kontaktieren Sie uns über die Projekt-Mail: altstadt-energie@ueberlingen.de
 
Abteilung Stadtplanung.