Informationen zu den Finanzhilfen von Stadt, Land und Bund

> Soforthilfeprogramm für alle Betriebe & Selbstständige von 0-50 Beschäftigte
> Kurzarbeitergeld für alle Betriebe mit Angestellten
> Finanzerleichterungen für Gewerbetreibende
> KfW-Förderung und L-Bank Baden-Württemberg
> Unterstützung auf Bundesebene

Soforthilfeprogramm für alle Betriebe & Selbstständige von 0-50 Beschäftigte

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt. Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die aufgrund der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.
Wie stelle ich einen Antrag auf Soforthilfe?

Beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg steht das Antragsformular bereit. Antragsformulare sind vollständig auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben, einzuscannen und über das Online-Portal an die jeweilig zuständige Kammer (IHK Bodensee-Oberschwaben und Handwerkskammer Ulm) zu übermitteln. Dies gilt für alle Branchen. Die Prüfung des Antrags erfolgt von den Wirtschaftskammern. 

Wer kann Anträge stellen?

Wer 0-5 Beschäftigte hat, bekommt finanzielle Unterstützung aus dem Programm, wenn die selbstständige Tätigkeit das Haupteinkommen oder mind. 1/3 des Nettoeinkommens eines Haushalts beträgt.

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

Förderfähig sind nur Verluste, die durch die Corona-Krise ausgelöst worden sind, d.h. ab dem 11.03.2020.
 
Wie hoch ist die Förderung?

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

  • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten.

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Welche Informationen und Unterlagen werden zur Antragstellung benötigt?

  • Sollten Sie Mitglied einer Kammer (Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer) sein, halten Sie bitte Ihre Mitgliedsnummer bereit.
    Auch wenn Sie kein Kammermitglied sind und daher keine Mitgliedsnummer haben, werden Sie hier Ihren Antrag stellen können.
  • Sollten Sie bereits Kontakt zur L-Bank gehabt haben, halten Sie bitte auch diese Kundennummer bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Handelsregisternummer (soweit vorhanden) und Umsatzsteuer-ID (ersatzweise Steuernummer) abgefragt werden. Bitte halten Sie diese bereit.
  • Bitte halten Sie außerdem Informationen zu Ihrer Bankverbindung bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird eine De-minimis-Erklärung angefordert werden. Halten Sie daher bitte Informationen über ggf. bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen bereit.
    (Eine gute Erklärung zu De-minimis-Beihilfen finden Sie auf dem Portal www.fuer-gruender.de)
  • Bitte halten Sie auch Informationen zu weiteren staatlichen Hilfen, die Sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ggf. erhalten oder beantragt haben, bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Höhe Ihres Liquiditätsengpasses (auf drei Monate) abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Anzahl der Beschäftigten Ihres Unternehmens abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit. Hilfestellung bei der Berechnung der Vollzeitäquivalente s. oben.
  • Da nur Dokumente im pdf-Format angenommen werden können, informieren Sie sich bitte vorab, wie ggf. andere Dateiformate über bspw. Onlineangebote kostenlos in pdf-Formate gewandelt werden können.

Alle Informationen zum Antragsverfahren finden Sie auch tagesaktuell auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums wm.baden-wuerttemberg.de

Kurzarbeitergeld für alle Betriebe mit Angestellten

Für wen ist Kurzarbeitergeld geeignet?

Wenn mindestens 10 % der Beschäftigten vom Arbeitsausfall von mehr als 10 % betroffen sind, kann Kurzarbeitergeld beantragt werden.
 
Wie komme ich an Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld kann Online (eServices), per E-Mail, per Fax oder auf dem Postweg beantragt werden.

Wichtig: Anzeige zum Arbeitsausfall nur über einen dieser Kanäle einreichen!

Zur Onlinebeantragung

Sie haben Fragen oder benötigen eine Beratung oder wissen nicht, wohin die Unterlagen kommen?

Telefon-Hotline: 0800 45555 20 (Montag - Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr, gebührenfrei)
Konstanz-Ravensburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de
 
Sie möchten schon vorarbeiten?

Dann brauchen Sie auf jeden Fall dieses Dokument, mit dem Sie Ihren Arbeitsausfall anzeigen können.

Die Bundesagentur für Arbeit informiert auch auf YouTube:

Kurzarbeitergeld Teil 1 - Voraussetzungen
Kurzarbeitergeld Teil 2 - Verfahren  

Finanzerleichterungen für Gewerbetreibende

Die Stadt Überlingen ermöglicht die zinslose Stundung (Ratenzahlung oder Zahlungsaufschub) von städtischen Steuer- und Gebührenforderungen für Unternehmen und Gewerbetreibende bei drohenden Gewinneinbußen. Dies betrifft insbesondere die Gewerbesteuer.
Sie möchten von dem Angebot der Stundung Gebrauch machen?

Bitte senden Sie eine kurze E-Mail mit entsprechender Begründung an die Stadt Überlingen steuern@ueberlingen.de zu senden. Nach Eingang eines Antrags und entsprechender Bewilligung werden Forderungen zunächst bis zum 31. Dezember zinslos gestundet.
Sollte das Finanzamt für den Zeitraum bereits einen Gewerbesteuermessbetrag für Vorauszahlungen festgesetzt haben, ist der Antrag zur Stundung von Gewerbesteuerforderungen aus rechtlichen Gründen beim Finanzamt zu stellen. Das Antragsformular für das vereinfachte Verfahren kann auf der zentralen Seite der Finanzämter in Baden-Württemberg abgerufen werden.
Aussetzung von VollstreckungsmaßnahmenBei drohenden Vollstreckungsmaßnahmen besteht für betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende ebenfalls die Möglichkeit, einen begründeten Antrag auf Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen zu stellen. Betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende können hierzu ebenfalls einen Antrag per Mail vollstreckung@ueberlingen.de an die Stadtverwaltung stellen.

Das Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg informiert auf seiner Homepage fm.baden-wuerttemberg.de über weitere steuerliche Erleichterungen.

KfW-Förderung und L-Bank Baden-Württemberg

Seit dem 23.03.2020 ist das neue KfW-Sonderprogramm 2020 am Start. Die Mittel für das KfW-Sonderprogramm stehen sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen wurden nochmals verbessert: niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Euro. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe. Die Abwicklung läuft wie immer über Ihre Hausbank.

Weitere Informationen auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de
 
Weitere Informationen zu den KfW-Förderprogrammen auf www.kfw.de und zur L-Bank Baden-Württemberg auf www.l-bank.de

Unterstützung auf Bundesebene

Auch das Bundesministerium der Finanzen bringt mit dem beschlossenen Nachtrag zum Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2020 umfassende Maßnahmen auf den Weg.
Über die Details informiert das Bundesfinanzministerium unter www.bundesfinanzministerium.de