Von 14 bis 16 Uhr präsentierte die 3. Klasse der Montessori-Grundschule Nußdorf auf dem Schulgelände die Ergebnisse ihrer Projektarbeit, die sie von Januar bis Juli 2026 gemeinsam mit dem Jugendreferat erarbeitet hatte.
Ziel des Abschlussfestes war es, die Anliegen der Kinder zu den Freizeitangeboten in Nußdorf vorzustellen und zugleich bereits erste Erfolge bei der Umsetzung ihrer Ideen sichtbar zu machen. Neben Oberbürgermeister Jan Zeitler waren Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Bildung, Jugend und Sport, Mitglieder des Überlinger Gemeinderats, ein Vertreter des Jugendgemeinderats sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend. Auch die Schulleiterin, die Klassenlehrkraft sowie die Familien der Kinder nahmen an der Veranstaltung teil.
Zum Auftakt überraschten die Schülerinnen und Schüler die Gäste mit einem abwechslungsreichen Programm aus Tänzen und einem eigens für das Kinderbeteiligungsprojekt komponierten Lied. Anschließend begrüßten der OB, das Jugendreferat und die Kinder selbst die Gäste.
Zeitler zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Klasse. Besonders freute er sich über den persönlichen Besuch der Kinder im Rathaus, bei dem sie ihm ihre Anliegen in einem Brief überreichten, ihn zum Abschlussfest einluden und ihm einen Gutschein für ein selbst zubereitetes Getränk schenkten, den er beim Fest direkt einlöste.
Auch das Jugendreferat zog eine positive Bilanz des vergangenen halben Jahres. Gemeinsam mit den Kindern wurden Kinderrechte kennengelernt, verschiedene Möglichkeiten der Mitbestimmung in einer Stadt erarbeitet, der Jugendgemeinderat stellte seine Arbeit vor und die Klasse erhielt einen Einblick in die Arbeit des Oberbürgermeisters bei einem Besuch im Rathaus.
Im ersten Teil der Veranstaltung präsentierten die Kinder ihre Ergebnisse und übergaben ihre Wünsche offiziell an den OB. Besonders wichtig waren ihnen vier Themen: selbstgemachte Getränke und Speisen, bessere Möglichkeiten zum Skaten, ein niederschwelliger Zugang zu verschiedenen Sportangeboten in Innenräumen – beispielsweise durch das unverbindliche Ausprobieren verschiedener Ballsportarten oder die freie Nutzung einer Sporthalle ohne Festlegung auf eine bestimmte Sportart – sowie mehr Sport- und Bewegungsangebote im Freien.
Im zweiten Teil des Festes konnten die Besucherinnen und Besucher diese Wünsche an vier von den Kindern selbst betreuten Stationen erleben. So wurde ein mobiler Mini Skatepark für das Spielmobil angeschafft, der künftig allen Kindern in Überlingen zur Verfügung steht und auch als einzelne Spielkiste ausgeliehen werden kann. Außerdem ergänzt ein neuer Volleyball das Spielmobil. Die BOAH-Saftbar soll künftig regelmäßig bei Schulfesten zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird das Angebot „Spielmobil on Tour“ im Jahr 2026 erweitert und mit dem Mini Skatepark an mehreren Terminen auf dem Schulhof der Montessori Grundschule Nußdorf Halt machen. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Umsetzung der Kinderwünsche bleibt auch künftig ein wichtiges Ziel der Kinderbeteiligung in Überlingen. Bereits das erste Kinderbeteiligungsprojekt im Jahr 2024 hat gezeigt, dass zahlreiche Ideen der Kinder erfolgreich verwirklicht werden konnten. So entstanden unter anderem regelmäßige Einsätze des Spielmobils auf der Festwiese an der Schiffsanlegestelle in Nußdorf sowie ein frei zugänglicher Spieleschrank an der Grundschule Lippertsreute-Deisendorf.
Projekthintergrund
Das Projekt „Ermittler in eigener Sache – Überlinger Kinder gestalten aktiv ihr persönliches Lebensumfeld“ wird vom Jugendreferat der Stadt Überlingen im zweijährigen Rhythmus durchgeführt. Ziel ist es, gemeinsam mit Grundschulkindern das Lebensumfeld in ihrem Stadtteil zu erkunden, Freizeitangebote zu bewerten, Verbesserungswünsche zu entwickeln und diese gemeinsam mit der Stadt auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Die Kinder sollen dabei erfahren, dass ihre Meinung zählt und sie ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können.
Die Stadt
Überlingen und das Jugendreferat danken allen Beteiligten für ihr großes
Engagement und freuen sich darauf, die Ideen der Kinder auch künftig
gemeinsam weiterzuentwickeln und umzusetzen.