06.05.2026

Bauarbeiten am Andelshofer Weiher

Das Stadtwerk am See macht den Andelshofer Weiher fitter für den Hochwasserschutz. Konkret saniert das Stadtwerk den Damm an der Südseite des unter Naturschutz stehenden Weihers. Die Sanierung startet am Montag, 11. Mai, und wird rund 1,1 Mio Euro kosten.

Mit der Sanierung soll die Standsicherheit des Dammes verbessert werden. Komplex wird die Baumaßnahme durch die unterschiedlichen Anforderungen: „Wir müssen Hochwasser-, Gewässer- und Naturschutz gleichzeitig im Blick haben“, erklärt Bauingenieur Christoph Seeger vom Stadtwerk am See.

Dabei sei die Zusammenarbeit mit der Stadt Überlingen eng und vertrauensvoll. Denn auch die Stadt Überlingen hat großes Interesse an der Sanierung. „Der Andelshofer Weiher wird durch die Baumaßnahmen ein noch wichtigerer Baustein unseres Hochwasserschutzes“, sagt Helmut Köberlein, Abteilungsleiter Tiefbau bei der Stadt Überlingen.

Der Andelshofer Weiher erfüllt verschiedene Zwecke: Als Naturschutzgebiet ist er Rückzugsort für viele geschützte Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig ist er aber auch ein natürliches Regen-Rückhaltebecken. Insbesondere diese Funktion wertet das Stadtwerk mit der Sanierung nun auf: „Wir sehen immer wieder in den Nachrichten, wie wichtig es ist, dass große Regenmengen zurückgehalten werden und nicht unkontrolliert abfließen. Es gibt ja auch bei uns in der Bodenseeregion immer mehr extreme Wetterereignisse“, erklärt Seeger. Deshalb wolle das Stadtwerk mit der Sanierung dafür sorgen, dass der Damm auch künftigen Wassermengen standhält, so Seeger.

Eine einfache Dammverstärkung reiche jedenfalls nicht aus, erklärt der Bauingenieur. Zumal der Andelshofer Weiher streng reglementiert ist: „Den Mindestpegelstand gibt der Naturschutz vor, den Höchstpegelstand der Gewässerschutz“, erklärt Seeger. „Aber natürlich hält sich das Wetter nicht an die Vorgaben des Landratsamtes. Deswegen bereiten wir uns auf stärkere Zuflussmengen vor und schaffen die Voraussetzung, dass der Weiher diese auch aufnehmen kann.“

Das Stadtwerk schafft an dem 800 Meter langen Erddamm Durchlässe und Überläufe, um auch größere Wassermengen kontrolliert ableiten zu können. Dafür werden z.B. Stahlbetonrohre im Damm eingelegt, die zusätzlich Wasser sammeln und in den Kogenbach abführen. „Wichtig ist, den Damm von einem erhöhten Wasserdruck zu entlasten, damit er nicht bricht“, erläutert Seeger. Höhe und Verlauf des 800 Meter langen Erddammes werden dabei nicht verändert.

Die Sanierung lässt sich das Stadtwerk rund 1,1 Mio Euro kosten. „Das ist eine Investition in die Sicherheit von Überlingen“, so Seeger. Das Stadtwerk profitiere davon nicht. Immerhin: Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Sanierung mit einer Förderung.

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