Nach einer Einführung des Oberbürgermeisters in Rathaus und Stadt stellten wir einander vor. Dabei wurde schnell klar: Unsere Gäste blicken auf beeindruckende Lebenswege zurück. Frau Görner ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und war fünf Jahre lang Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales im Saarland. Herr Kruse prägte unter anderem als Vorsitzender der Altenberichtskommission maßgeblich die deutsche Alterspolitik, war Mitglied des Deutschen Ethikrates und beriet zudem die Vereinten Nationen zum demografischen Wandel.
Im Gespräch tauschten wir uns über viele Themen aus und stellten fest, dass wir oft ähnliche Ansichten teilen. Besonders beschäftigt hat uns der große Abstand zwischen jungen und älteren Menschen. Die Generationen leben heute fast nebeneinander statt miteinander – ohne echten Austausch. Auch die Frage, wie ältere Menschen stärker in das gesellschaftliche Leben eingebunden werden können, spielte eine zentrale Rolle.
Was hat das mit unserem JGR zu tun? Gerade in Zeiten von Krisen und großen gesellschaftlichen Aufgaben ist der Dialog zwischen Jung und Alt besonders wichtig. Es geht nicht darum, dass Ältere sagen, was zu tun ist, sondern Orientierung zu geben und Wissen zu teilen. Erfahrung trifft Kreativität: Gemeinsam meistern wir die großen Herausforderungen von heute. Ganz im Sinne von Herrn Kruse, der formulierte: „Ältere Menschen können somit jüngere Menschen phasenweise begleiten und ihnen eine gewisse Sicherheit im Umgang mit neuartigen Situationen geben, die innovative Lösungsansätze erfordern.“
Am Ende des Gesprächs haben wir auch über eine mögliche nächste Veranstaltung gesprochen, bei der wir den Austausch zwischen Jung und Alt direkt in die Tat umsetzen wollen. Insgesamt war das Treffen spannend, konstruktiv und sehr hilfreich.