Dieser Bereich, welcher bislang außer 6 Bäumen keine Vegetation bietet, stellt einen zentralen Platz am Eingang zum Innenstadtkern dar. Das vorhandene, magere Schottergemisch auf der Fläche wird mit Pflanzenkohle angereichert, um optimale Aufwuchsbedingungen für insektenfreundliche Pflanzen zu schaffen. Eine Vielfalt an heimischer Flora kann nur auf mageren Substraten entstehen, fette Böden sind dafür ungeeignet. Um vielfältige Blühaspekte übers ganze Jahr hinweg zu schaffen und Nahrung für Insekten zu bieten, wird das Areal mit unterschiedlichen Wildblumenmischungen eingesät und zusätzlich gezielt mit heimischen, standortgeeigneten Stauden und Gräsern bepflanzt.
Darüber hinaus sollen weitere Bäume und Sträucher gepflanzt werden, um die Verkehrsflächen zu beschatten und weitere gliedernde Elemente in den Raum zu integrieren. Damit wird nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch eine Attraktivierung des Stadtbildes erreicht. Insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Hitzebelastung in stark verdichteten Innenstädten ist eine Begrünung von vormals versiegelten Bereichen enorm wichtig für die Stadtökologie und das Stadtklima. Durch Maßnahmen dieser Art entsteht eine lebendige Stadtnatur und viele Naturoasen für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.
Langfristiges Ziel der Projekte „Vielfaltsräume“ und „Mähwiesen für die Artenvielfalt“ ist es, eine Art Mosaik kleinerer und größerer Flächen im Stadtgebiet zu entwickeln, welches als Lebens- und Rückzugsort für Insekten dienen soll. Solche artenreichen Vegetationsinseln fördern durch gezielte Maßnahmen, wie die Abmagerung des Bodens, das Einbringen von Saatgut mehrjähriger Wildblumenmischungen, das Pflanzen von gebietsheimischen Stauden mit nektar- und pollenspendenden Blüten, liegendem Totholz sowie der Pflegeextensivierung die Erhöhung der biologischen Vielfalt. Zudem entstehen ökologische Trittsteine im Freiraum- und Biotopverbund.
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