Als Kooperationspartner konnte die Stadt das Hofgut Rengoldshausen gewinnen, das bislang das Offenlandbiotop mit einer einmaligen Mahd inklusive Mähgutentfernung gepflegt hat. Da die Flächen aufgrund einer zunehmenden Vernässung nicht mehr maschinell mähbar sind, hat die Stadt Überlingen, Abteilung Grünflächen, Umwelt und Forst, ein Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln initiiert, das sich hervorragend in die biologisch-dynamische Landwirtschaft des Demeter Hofguts Rengoldshausen einfügt.
Die Tiere, die mit stark vernässten Flächen gut zurechtkommen, sind hierfür ideal geeignet, da sie sich unter anderem von derben Sauergräsern wie von den vorhandenen Schilfflächen ernähren und durch Schälen der Äste auch aufkommende Gehölze zurückdrängen.
Die Gesamtbiotopfläche erstreckt sich über sechs Hektar, wovon in einem ersten Projektabschnitt drei Hektar mit einem stromführenden Weidezaun eingefriedet wurden, um Sicherheit zu gewährleisten. Eine Ausweitung des Projektes ist mittelfristig vorgesehen. Das Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln ist ein inspirierendes Beispiel für das Funktionieren von extensiver Landschaftspflege und der lokalen Landwirtschaft.
Mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde des Bodenseekreises und des engagierten Projektpartners Hofgut Rengoldshausen konnte die Stadt Überlingen hiermit ein weiteres Leuchtturmprojekt zur Erhaltung der Artenvielfalt starten. 2024 gelang bereits erfolgreich die Beweidung der Lippertsreuter Weiherlandschaft mit Galloway-Rindern gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung. 2025 folgte eine Schafsbeweidung am Haldenhof.