28.11.2023

Stadt Überlingen nimmt am European Energy Award (eea) teil, um den Klima- und Umweltschutz zu stärken

Die Stadt Überlingen beteiligt sich am europaweiten Klima- und Umweltschutzverfahren, dem European Energy Award (eea). Dem liegt ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderats zugrunde. Die Unterzeichnung des Vertrags mit der Energieagentur Ravensburg erfolgte am 13. Mai 2023 und besiegelt offiziell die Teilnahme. Dies markiert einen Schritt hin zu noch mehr Energie- und Klimaschutz sowie dem Ziel, eine klimaneutrale Kommune zu werden als Stadt mit rund 25.000 Einwohnern.

Überlingen beginnt in Sachen Klimaschutz nicht bei null sondern hat bereits erfolgreich ein Klimaschutzmanagement und ein integriertes Klimaschutzkonzept etabliert. Ferner wurde die kommunale Wärmeplanung für die Gesamtstadt erarbeitet. Zusätzlich wurde das „Stadtquartier 2050“ am Hildegardring vorbildlich nach dem Kfw-Effizienz-Standard 40 plus geplant und erfolgreich mit Low-Tech-Gebäuden umgesetzt. Das neue Baugebiet „Südlich Härlen“ wird im Zuge des Ausbaues der Heizzentrale „Am Schättlisberg“ klimaneutral mit Wärme versorgt.

Mit der Teilnahme am European Energy Award strebt Überlingen an, die Themen Energie, Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit noch stärker weiter voranzutreiben. Die Energieagentur arbeitet derzeit mit städtischen Mitarbeitern der entsprechenden Fachbereiche an der Erstellung der Ist-Analyse. Sobald diese abgeschlossen ist, werden die Stärken und Potenziale von Überlingen im Bereich Klima- und Umweltschutz ermittelt und dem Gemeinderat sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Anschließend wird mit Hochdruck an der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaneutralität in der Stadtverwaltung gearbeitet. Die Zertifizierung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2027. Durch den Beitritt der Stadt Überlingen begleitet die gemeinnützige Energieagentur Ravensburg insgesamt über 55-eea Städte und Gemeinden sowie die Landkreise Ravensburg, Bodenseekreis, Biberach und Sigmaringen beim European Energy Award.

Was ist der European Energy Award?

Der European Energy Award (eea) ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, das Kommunen in der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt. Das Verfahren erfasst, bewertet, plant, steuert und überprüft die Klimaschutzaktivitäten einer Kommune, um Potenziale im nachhaltigen Klimaschutz zu identifizieren und zu nutzen.

Die Zertifizierung wird von einem externen Auditor durchgeführt, wobei ein Maßnahmenkatalog mit etwa 100 Einzelmaßnahmen als Grundlage dient. Dabei werden die Arbeiten der Kommunen in energierelevanten Bereichen bewertet. Die Zertifizierung wird verliehen, wenn die Kommune 50% der möglichen Punkte erreicht. Der European Energy Award® Gold bei 75%. Durch die systematische Erfassung der bisherigen Arbeit und die Planung und Umsetzung neuer Projekte wird die Energieeffizienz in den Kommunen kontinuierlich gesteigert.

Das Verfahren zum eea besteht aus einer Bestandsaufnahme und einer Katalogisierung potenzieller, zukünftiger Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung
  • Kommunale Gebäude und Anlagen
  • Ver- und Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation/Kooperation.
22.02.2024
Öffentlicher Auftakt der überparteilichen Europa-Union Bodenseekreis ins Kommunal- und Europawahljahr 2024
Die überparteiliche Europa-Union setzt sich für ein demokratisches Europa der Bürgerinnen und Bürger ein. Fast alle Kommunen des Bodenseekreises und zahlreiche des Landkreises Ravensburg sind neben ca. 100 weiteren Mitgliedern Träger des Vereins.
21.02.2024
Erneuerbare Energien im Bodenseekreis
Dialogveranstaltung der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Überlingen Owingen Sipplingen am 12. März 2024 in Owingen Die Auswirkungen der Energiewende werden auch in der Region Bodensee-Oberschwaben sichtbar. Die Landesregierung hat beschlossen, dass zwei Prozent der Regionsfläche für den Ausbau von Windenergie und Freiflächensolaranlagen bereitgestellt werden müssen. Für die Suche nach geeigneten Flächen ist der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben verantwortlich. Im Bereich der Windenergie hat der Regionalverband im Bodenseekreis drei Vorranggebiete in der Größenordnung von rund 300 Hektar ausgemacht. Die Flächen liegen auf dem Hochbühl zwischen Owingen und Überlingen, in Betenbrunn bei Heiligenberg und am Gehrenberg bei Markdorf.
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